Chronik

2017 50 Jahre Herzogstadt Burghausen

50 Jahre Herzogstadt Burghausen 2017

Wir schreiben den 14. des güldenen Weinmonats Oktober im Jahre 2017 - einen jener bayrischer Herbststage, an dem sich die Natur mit ihren Laubblättern im Spiel der Sonne und des weiß-blauen Himmels besonders gülden zeigt.



Ein perfekter Tag, um ihn bei Wein, Weib und Gesang ausklingen zu lassen. Es hätte fürwahr keinen besseren Anlass geben können, als das 50-jährige Jubiläum der Herzogstadt Burghausen und seiner getreuen Mitglieder.

So begab es sich, dass in den frühen Abendstunden jenes Tages allerlei Menschen aus allen vier Himmelsrichtungen in den herzoglichen Stadtsaal strömten, um diesen Tag gebührend zu feiern und den leiblichen Gelüsten zu fröhnen.

Der Vizedom selbst hatte wohl geladen und die Heranströmenden hätten vielfältiger nicht sein können:
Da waren Bürger, Handwerksgesellen, Bauern, Edelleute, Gaukler, Tänzer und Musikanten, Kriegsknechte und allerlei Adelige auszumachen, die sich lautstark kurz vor der fünften Stunde vor Mitternacht am Stadtplatz zu Burghausen einfanden und in die Hallen des Festsaals einzogen. Sie waren allesamt gar festlich gekleidet und voller guter Laune.

Nach den Grußworten des Vizedoms Heinz Donner, folgte die musikalische Eröffnung der Feierlichkeit. Die älteste Gruppe der Herzogstadt, das Tanzspiel, sowie das Laudate Dominum gaben ihr Können zum Besten, ehe der Bürgermeister der Stadt seine humorige Ansprache hielt. Er erzählte von den frühen Anfängen der Herzogstadt und seiner persönlichen Verbundenheit zu dieser, die im Bedauern über eine nicht zu Stande gekommene Ernennung zum Herzogs-Titel gipfelte. Nach seinen Ausführungen unterhielten Spil und Gaukeley die zahlreich erschienen Gäste, ehe der Vizedom erneut das Wort ergriff, um seinerseits aus der Vergangenheit zu berichten. Für die weitere musikalische Unterhaltung sorgte der Ludwig-Senfl-Chor, ehe im Anschluss daran die tapferen Landsknechte der „Communitas Gladii“ die staunende Menge mit einem kleinem Schauspiel beglückten.

Natürlich ging‘s - nach bayrischer Lebensart - selbstverständlich um‘s Bier. Ein Thema übrigens, bei dem kein bayrischer Landsknecht Spass versteht. Da verwundert es kaum, dass zahlreich die Klingen gekreuzt wurden und sogar die Trossweiber jener Landsknechte ganzen Körpereinsatz zeigten, als es um die Einhaltung des Reinheitsgebotes ging. Dass an diesem Abend sechs Rekruten der „Communitas Gladii“ ihr eindrucksvolles Debüt im Führen ihrer Waffen geben konnten, dürfte nicht nur ihren Hauptmann und seinen Getreuen mit Stolz erfüllt haben. Auch andere Gäste waren zahlreich voll des Lobes.

Während der Vizedom nun - Gutenberg sei Dank - den wunderschönen Bildband zum Jubiläum präsentierte, wurde nun vom fleissigen Weibsvolk des Wirts die Speis aufgetragen. Nach einer gar lustigen Darbietung der Stadtwache nahm das Herzogspaar persönlich die Ehrungen, einiger sich verdient gemachter Herzogstädter, vor: Neben dem Vizedom und 1. Vorsitzenden der Herzogstadt, Heinz Donner und seiner holden Claudia sowie der Leiterin des Tanzspiels, Bettina Hollerrieder (1.Schriftführerin), kamen auch die einstigen Landsknecht der „Communitias Gladii“, Stephan Lindhuber (2.Vorsitzender der Herzogstadt) und Alfred Bachmayer (Beisitzer im Vorstand), die nun in die Regierung berufen wurden, zu verdienten Ehren.

Danach unterhielten die Armbrustschützen die Menge mit einer lustigen Darbietung ihres „scharfen Schusses“ und die Hofdanserey bildete den erlesenen Abschluss des Rahmenprogramms. Am Ende des offiziellen Teils bedankte sich der Vizedom bei allen Anwesenden und stellte die Geehrten Stephan Lindhuber, Alfred Bachmayer sowie Michael Neumeier unter tosendem Beifall als die nächste Generation der Herzogstädtischen Führungsriege vor. Nebenbei sei mir augenzwinkernd die Anmerkung gestattet, dass es sich bei den Letztgenannten um ehemalige „Communitas Gladii“-Kämpfer handelt, so dass man schon mit Stolz behaupten kann, dass hier unter den stolzen Landsknecht so manch künftige Obrigkeit ihren Weg machen konnte.

Über den inoffiziellen Teil des Gelages ranken sich die wildesten Geschichten und viele Ausführungen dürften dem Wein und anderen alkoholischen Getränken geschuldet sein. Was jedoch wirklich bis zur fünften Stunde nach Mitternacht geschah, darüber hüten jene Wissenden ihre Zungen - entweder aus Angst oder aus „Landsknecht‘s Ehr‘...!“

 


 

2017 Herbstdrill in Schadeck

Herbstdrill 2017

XXVI BOL Drill September 2017
Klein aber fein, der diesjährige Herbstdrill des Bund Oberschwäbischer Landsknechte (BOL) in Runkel-Schadek bei Limburg an der Lahn.



10 Stunden Fahrt von Burghausen nach Limburg, aber es hat sich rundherum gelohnt. Bereits am Donnerstag sind wir angereist und den zahlreichen Staus aber auch den Romantikrouten, die wir gefahren sind, bis hin zu einem händischen Wendemanöver unseres Anhängergespanns in einer Baustelle ist es geschuldet, dass wir 10 Stunden unterwegs waren. Gerade noch haben wir es geschafft, unser Lager vor dem endgültigen Einbruch der Nacht aufzubauen.

Der Freitag war mit der ausgiebigen Besichtigung der Burg Runkel der Kultur gewidmet. Die Burganlage Runkel, seit über 850 Jahren im Besitzt einer der ältesten Adelsfamilien in Deutschland, ist jeden Besuch wert. Auf einer Felsenanhöhe errichtet, hat man von der Aussichtsplattform des Burgfrieds einen beeindruckenden Blick über den Ort Runkel und die Lahn mit der mittelalterlichen Lahnbrücke. Die reich ausgestatteten Museumsräume der Unterburg und die Kernburg lassen das Mittelalter wieder aufleben.

Doch zurück zu unserem Drillwochenende. Klein aber fein. Mit rund 180 Teilnehmern hatte der Herbstdrill in diesem Jahr ein durchaus familiäres Flair. Auf Exerzierübungen und Basisausbildung gänzlich verzichtend, haben wir uns allein der Schlacht gewidmet … nicht ganz richtig … wir haben nicht nur gefochten, das Lagern, das Feiern und der Spaß sind natürlich nicht zu kurz gekommen, ganz so wie es sich für freie Landsknechte gehört.

So sind wir zwei Tage lang in zwei immer wieder unterschiedlich zusammengestellten Fähnlein durch die Landschaft gezogen, haben taktiert, geschanzt und gefochten, um die Fahne des Gegenlagers zu ergattern. Die Kanoniere waren sich nicht zu schade, selbst die schwere Feldartillerie durch die Wälder zu ziehen und unmittelbar am Ort des Gefechts in Stellung zu bringen. So standen sich die Fähnlein mitten im Wald in tiefen engen Ziehwegen gegenüber, unter dem Donner und weißen Pulverrauch der auf den beiderseitigen Anhöhen verschanzten Arkebusiere und Kanoniere. Ein wirklich besonderes Flair.

Vielen Dank an die tollen Fotos! Jarka Bednářová

 


 

2017 Ritterspiele Lichtenau

Ritterspiele Lichtenau 2017

Dieses Jahr durfte Communitas bei der Geburtsstunde eines neuen Festes dabei sein: Zum ersten Mal fanden in Lichtenau, einem beschaulichen fränkischen Dorf mit einer beeindruckenden Festung, die Ritterspiele Lichtenau statt.



Allen die mit dabei waren bei diesem sehr schönen Fest, werden die Ritterspiele aber vermutlich eher als die Musikfestspiele Lichtenau in Erinnerung bleiben. Denn schon den Freitagabend begannen wir unter der Führung von Klaus und seiner Gitarre mit einer stimmgewaltigen Gesangseinlage bei der wir alles zum Besten gaben was unser Liederrepertoire so zu bieten hatte.

Trotz der Müdigkeit die uns allen wohl noch in den Knochen steckte, machten wir am nächsten Tag aber beim Umzug gleich weiter und sangen bereits während des Marsches fröhlich ein kleines Lied. Ebenso als wir später zum Gemetzel bei der kleinen Schlachtszene marschierten konnten wir uns den Gesang nicht verkneifen.

Bei der kleinen Schlacht hatte übrigens unser junger Nachwuchssöldner Marco seinen ersten Show – Auftritt als Sohn des Burgherren, den er auch hervorragend absolviert hat und auch ein paar unserer neuen Jungs verloren auf dem Schlachtfeld erfolgreich ihre Jungfräulichkeit.

Zur Feier der geschlagenen Schlacht luden wir am Samstagabend die Jaekleins Spiesse zu uns ins Lager ein, die samt Musikbücher und 12saitiger Gitarre bei uns einliefen und mit uns dafür sorgten, dass der Lagerplatz die Nacht über ausreichend mit Gesang und Musik versorgt wurde. Auch hier gaben wir wieder unser Bestes, bis uns unsere Kehlen den Dienst versagten.

Nach einer recht kurzen Ruhepause begannen wir schließlich den letzten Tag mit einem spektakulären Auftritt in der Arena. Wir führten eins unserer ältesten Stücke auf: Die Zwille, die uns auch diesmal wieder gute Dienste leistete. Vielen Dank hierbei an unseren Delinquenten Daniel.

Sowohl den Hin- als auch den Rückmarsch und den anschließenden Festumzug schmückten wir übrigens, sehr zur Freude des Steinmetzes, wieder mit heiteren Liedern. Leider war das Fest am Sonntagabend aber auch schon wieder vorbei und wir mussten uns mit all unserem Gerödel und einer kleinen Lagerepidemie im Gepäck wieder auf den Heimweg machen.

Doch auch wenn manch einer noch ein paar Tage lang mit den Nachwehen des Festes zu kämpfen hatte, steht für uns fest: Ritterspiele Lichtenau, deinen zweiten Geburtstag feiern wir wieder mit dir und vielleicht gibt’s dazu auch ein kleines Geburtstagsständchen….

Fotos von Günther Werner

 


 

2017 Ritterspiele in Schluderns

Ritterspiele in Schluderns 2017

Communitas ist zurück! Zehn Jahre nach unserem letzten Besuch wurde Communitas dieses Jahr wieder zu den Südtiroler Ritterspielen eingeladen.




Hoch motiviert startete daher am Donnerstag unsere 13-köpfige Crew in Richtung Süden. Nach knapp 6 Stunden erreichten wir den Festplatz und waren erstmal zutiefst beeindruckt von der wunderschönen Bergkulisse und dem einzigartigen Blick auf den Ortler.

Da alle mit anpackten stand unser Lager innerhalb kürzester Zeit und wir konnten uns, mit Keil und Vorschlaghammer bewaffnet, den Rest des Tages damit beschäftigen, aus Holzstämmen das Feuerholz fürs Wochenende zu schlagen.

Den ersten Tag des Festes begannen wir mit einem gemütlichen Einkaufsbummel, an dem wir uns auf dem Markt mit genügend Schaffellen eindeckten um damit den alpinen Winter bestehen zu können. Später am Nachmittag rüsteten und bewaffneten wir uns dann erneut. Zwar schlugen wir uns diesmal nicht mehr mit Holz herum, aber dafür kämpften wir jetzt, auf beide Seiten der Arena aufgeteilt, in der berühmten Calvenschlacht um das Schicksal Südtirols. Als Belohnung für diesen anstrengenden Kampf gönnten wir uns dann später am Abend eine entspannende Runde im Badezuber.

Nach einer kleinen Alarmübung um 4 Uhr morgens, bei der wir spontan übten das Sonnensegel abzubauen, begann der nächste Tag ungewohnt früh, da der Umzug offiziell bereits um 10 Uhr morgens losging. Mit kleiner Verspätung startete dann der Umzug bei warmen Temperaturen durch das beschauliche Schluderns. Doch kaum im Lager zurück begann es wieder zu regnen, was leider auch den gesamten Samstag über andauerte und für uns unter unserem Sonnensegel / Regensieb nicht gerade angenehm war, da das letzte Mal imprägnieren wohl einige Zeit zurückliegt. Kurzerhand bauten wir aber einfach das Mannschaftszelt zum Sitzzelt um und in der Nacht wärmten wir uns erneut bei einem heißen Bad im Zuber auf.

Bei wieder sommerlichen Temperaturen konnten wir schließlich den Sonntag bei entspannter Atmosphäre bei Show-Kochen (Löffelkrapfen und italienische Reispfanne) und dem ein oder anderem Kirschbier ausklingen lassen.

 


 

2017 Burgfest Burghausen

Burgfest Burghausen 2017

Ein ganzes Jahr wartet man darauf und dann ist das Burgfest plötzlich schon wieder über eine Woche her. Aber trotzdem bleiben ein ganzer Haufen schöner Erinnerungen und Eindrücke übrig, die uns bis zum nächsten Burgfest begleiten werden.


Zum diesjährigen Burgfest gibt’s vor allem eines zu sagen: Es war mal wieder ein richtig geiles Event und wir hatten einfach jede Menge Spaß. Es war zwar wie immer auch ein bisschen anstrengend, aber es gehört halt irgendwie auch dazu, dass man sich etliches vornimmt was man machen möchte, aber dann doch nur für allerhöchstens die Hälfte davon Zeit hat. Besonders um sich mit allen den Freunden, Kollegen, Bekannten und Verwandten zu unterhalten, die einem begegnen, bräuchte man mindestens ein doppelt so langes Wochenende.

Das Wetter verdient dieses Mal auch eine besondere Erwähnung, denn das hat uns dieses Jahr ein wenig an der Nase herumgeführt. Während wir am Freitagnacht kurzzeitig bangen mussten, dass wir mitsamt unseren Zeltern über die Burgmauer segeln, brannte die Sonne am Samstag wieder gnadenlos auf uns herab, sodass wir langsam aber stetig in unseren Rüstungen vor uns hin schmorten. Aber trotz der Hitze schafften es alle zusammen mit unserem frisch herausgeputzten Wagen samt Bierfass bis zurück ins Lager.

Die beiden Auftritte am Samstag und am Sonntag waren ebenfalls ein voller Erfolg und wurden uns vom Publikum mit viel Jubel und Applaus honoriert. Mit etwas veränderter Aufstellung in den eigenen Reihen gaben wir dieses Jahr zum zweiten Mal den falschen Pfaff in neuer Version zum Besten und konnten, besonders dank der schauspielerischen Leistung unserer Pfaffen, Jung und Alt ein Lachen ins Gesicht zaubern.

Aber nicht nur die lustigen Auftritte, sondern auch die Kämpfe bei der Musterung am Stadtplatz, absolvierten unsere Kämpfer mit geübter Routine, was uns dieses Jahr sogar ein Foto in der Zeitung einbrachte.

Am schnellsten vergehen am Burgfest jedoch immer die Abende. Mit gewohnter Geselligkeit verbrachten wir diese im Kreis unserer Freunde in unserem Lager an der heimischen Bar und lauschten dabei unseren drei Gitarristen. Als besonderer Abendprogrammpunkt kam dieses Jahr noch unser neues Aufnahmeritual hinzu, welches wir mit dem „Zwetschgen-Doppler“ zelebrierten, den uns unsere Freunde aus Purgstall mitgebracht hatten. Diese staunten im Übrigen nicht schlecht, als sie sahen dass der edle Tropfen das Wochenende wohl nicht überstehen wird, woraufhin sie versprachen nächstes Jahr gleich zwei Flaschen mitzunehmen.
Doch wie es immer ist wenn man Spaß hat, ehe man sich versieht dämmert auch schon der Morgen und die letzte Nacht geht zu Ende und somit auch das Burgfest 2017.

Bereits drei Tage später ist auf der Burg außer ein wenig plattgedrücktem Gras nichts mehr zu entdecken, dass auf das großartige Fest hindeutet. Aber eines ist ganz sicher: auch nächstes Jahr wird’s ein Burgfest in Burghausen geben und auch Communitas Gladii wird da selbstverständlich wieder mit dabei sein.

Fotos von Doris Weber

 


 

2017 Krumau

Krumau 2017

Communitas Gladii in Böhmen zum Fest der fünfblättrigen Rose. Im Juni war Communitas Gladii mit weiteren Gruppen der Herzogstadt Burghausen zum Fest der fünfblättrigen Rose in Krumau an der Moldau zu Gast.



Mit seiner pittoresken Innenstadt aus kleinen Gässchen und historischen Häusern liegt das mittelalterliche Krumau zu beiden Seiten der Moldau am Rande des Böhmerwalds, überragt von einer weitläufigen Schlossanlage auf felsigen Anhöhen. Nicht umsonst wird die historische Altstadt als Kulturdenkmal auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes geführt.

Jedes Jahr im Juni kehrt die Märchenstadt Český Krumlov für drei Tage in die Zeit der Renaissance zurück. Und ganz authentisch bildete ein siebengängiges Mittelalter-Menü den Auftakt. Nach den historischen Rezepten wurde in der Renaissance mit Salz nur sparsam umgegangen, dafür aber mit allerlei Kräutern, Honig und Beeren nicht gegeizt. Ungesalzene klare Rinderbrühe mit Rosmarin, in Honig marinierter Schweinebauch, Rotweinsülze auf Kohl, Leber in Honig, Nockerl vom Erbspüree auf gesüßter Sahne … für unsere Gaumen durchaus interessant, um nicht zu sagen, gewöhnungsbedürftig.

Allerlei Mittelalterliches ward geboten. Rittertourniere, historische Handwerksmärkte, mittelalterliche Musik, Gelage, Straßentheater, Fechtkämpfe, ein Schachspiel mit lebenden Figuren auf einem Riesenschachbrett erweckten die Renaissance zum Leben.

Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete sicherlich der pompöse historische Umzug mit den prächtigen Gewändern. Selten haben wir so viele Zuschauer bei einem Festumzug erlebt. Dicht gedrängt standen die Menschen in den Gassen, auf den Plätzen und Treppen der verwinkelten Altstadt und jubelten dem Festumzug zu.

 


 

2017 AWO Sonnwendfeier

AWO Sonnwendfeier 2017

Die Sonnwend ist knapp vorüber und so heißt es auf zur AWO Sonnwendfeier. Bei bestem Wetter durften wir am Freitagnachmittag die Anwohner des AWO - Seniorenzentrum in Burghausen besuchen und unterhalten.



Die kleine Feier zur Sonnwend gehört mittlerweile schon fest zum Jahresprogramm der Herzogstadt Burghausen und ist immer wieder schön anzusehen. Neben kühlen Getränken und einem Spanferkel, das sich stundenlang über der Glut um die eigene Längsachse dreht, sind auch die Auftritte verschiedener Gruppen wie Spil & Gaukeley, Laudate Dominum, der Hofdanserey, des Tanzspiels und auch Communitas Gladii zu bewundern.

Dieses Jahr handelte unser kleines Stück um eine Wirtin, die Trunkenbolde und Unruhestifter in ihrem Wirtshaus und den Wirt selbst. Nachdem sich zwei Trunkenbolde beim Spielen um eine Schnapsflasche gegenseitig in die Haare bekamen, schritt die Wirtin ein. Doch ein gar widerer Halunke hatte sich währenddessen die Schnapsflasche zueigen gemacht und bis zum Grund geleert. Das passte nun auch der Wirtin nicht in den Kragen, woraufhin sie diesen Unruhestifter erst einmal zu Boden rang. Nach einem weiteren üblen Handgemenge gelang es dem Halunken jedoch, sich die Wirtin über die Schulter zu werfen. Als er nun mit ihr das Wirtshaus verlassen mochte, stellte sich ihr Ehemann in den Weg.
Und mit dem Wirt, hat selbst der Halunke nicht gerechnet...

Und die Moral von der Geschicht, Schnaps trinkt man, oder nicht!

 


 

2017 Landsknechts Hurra

Landsknechts Hurra 2017


Nach vier Tagen unter der sengenden Sonne des Allgäus ging auch das 3. internationale Landsknechts-Hurra leider zu Ende.



Für Manche von uns dauerte das Vergnügen zwar sogar eine ganze Woche, weil sie bereits von Montag an da waren um das Lager aufzubauen und den Organisatoren des Hurras bei der Erledigung der allgemeinen Aufgaben zu helfen, aber auch dies war eindeutig zu kurz. Denn allein um all die anderen Lager um uns herum zu besuchen, hätten wir sicher noch eine ganze Woche brauchen können. Aber so oder so, um all die Eindrücke zu verarbeiten die uns vom Hurra bleiben und unseren Schlafmangel wieder auszugleichen, wird es wohl noch einige Zeit dauern.

Kanonendonner, Schlachtgetümmel und nächtliche Gelage über vier Tage hinweg, sind einfach ein unvergessliches Erlebnis, das allerdings viel Kraft kostet und wenig Zeit zum Schlafen lässt. Besonders wenn so wie hier die Sonne gnadenlos auf einen herunterbrennt und an ein nachmittägliches Nickerchen im Zelt wirklich nicht zu denken ist.

Aufgrund dieser subtropischen Klimaverhältnisse gaben die Organisatoren diesmal am Nachmittag meistens hitzefrei, damit nicht noch mehr der in Gambeson und Rüstung eingepackten Jungs auf dem Schlachtfeld die Grätsche machten. Denn auch so sah man genügend Gesichter deren Farbe der einer reifen Tomate ähnelte, was nun mal der Preis dafür ist, wenn man sich die gesamte Nacht um die Ohren schlägt und sich am nächsten Morgen schon wieder vollgepanzert auf seine Feinde stürzen will.

Wir für unseren Teil suchten uns daher an unseren freien Nachmittagen andere Beschäftigungsmöglichkeiten um uns die Zeit zu vertreiben. So brachen wir z.B. eines Nachmittags auf zur Goldsuche. Zusammen mit 6 feindlichen Gruppen durchsuchten wir die nähere Umgebung nach den begehrten Säckchen mit Goldfüllung, und bekämpften uns derweil untereinander. Zumindest wäre so der Plan gewesen…. Aber nachdem eine übermächtige italienische Gruppe binnen der ersten Stunde ein komplettes Team ohne Verluste ausgelöscht hatte, verbündeten sich fast alle Verbliebenen gegen die Italiener um ihnen die Stirn bieten zu können. Einzig die Gruppe aus Mindelheim kämpfte beim letzten großen Gefecht sowohl auf unserer, wie auch auf Seite der Italiener. Letztlich aber blieb es egal, denn zum Ende wurde auf Unentschieden plädiert und alle Goldsäckel gemeinschaftlich zum grünen Drachen getragen und dort gegen Drachenaugen und andere Köstlichkeiten eingetauscht.

Das Burghauser Lager, welches Communitas dieses Mal zusammen mit den anderen Herzogstadtlern aufbaute, war aufgeteilt in Hellebardiere, Handrohrschützen, Kanoniere, Reiter, Armbrustschützen und Trabanten + Fähnrich, womit Burghausen bei allen Fähnlein, inclusive Artillerie und Kavallerie, vertreten war. Aber trotz kleinerer Gefechte auf dem Schlachtfeld, wurde spätestens abends wieder zusammen gesungen, gelacht und getrunken. Außerdem wurde, als Communitas an der Reihe war, auch gemeinsam die Wache am Tor abgehalten.

Selbst als wir aufgrund eines Organisationsfehlers am selben Tag zum zweiten Mal Schicht am Tor schieben mussten, gesellte sich das halbe Lager zu den Wachhabenden, um sie moralisch und getränketechnisch bei ihrer Wache zu unterstützen. Und spannend ist so eine Wache allemal, besonders wenn man sieht wer einem da alles begegnen kann. Selbst der Kaiser persönlich kommt da, in Begleitung seines persönlichen Schirmträgers, auf dem Weg zu seinem privaten Thron schon mal vorbeispaziert. Für uns die perfekte Gelegenheit für ein Selfie mit des Kaisers Sonnenschirm!!

Abschließend bleibt zu sagen, dass trotz der vielen Anstrengungen das Hurra ein richtig entspanntes Fest für uns war und wir Alle freuen uns riesig darauf, wenn es in ein paar Jahren wieder heißt:

Landskneecht – Hurrraaa!

 


 

2017 Mai-Wies’n-Auszug

Maiwiesn 2017
Wie jedes Jahr beginnt ab dem Treffpunkt Lindacher Hof die Aufstellung für den Maiwiesenauszug. Obwohl viele von unseren Neuen noch gar nicht lang dabei sind, konnten wir kurzerhand genug Ersatz- und Zweitgewänder auftreiben um in voller Stärke die lange Meile anzutreten.



Die Aufwärmübungen am Freibierstand (denn nur hier kann unser Treffpunkt sein) sollten uns auf die spätere Ausgabe des „Freibiers am Tisch“ vorbereiten, doch hierzu später mehr. Das Wetter war wie jedes Jahr zu unseren Gunsten und beschenkte uns strahlenden Sonnenschein und so versammelten sich tausende Leute entlang des Weges um den zahlreichen Vereinen zu huldigen. Ohne groß Zeit bei unnötigem Aufstellen zu verlieren liefen wir vom schattigen Plätzchen direkt zum Aufstellplatz und schenkten umgehend in den Marschrhythmus des Zuges ein.

Herrlich war der Umzug bis wir zum finalen Schenk in die Maiwiesen einschlugen und sahen das es da ziemlich dunkel daher kam. Wir hatten wohl noch Glück, die Vereine weiter hinten nicht. Kurz nachdem wir unsere Plätze im Zelt eingenommen hatten hörten wir schon den prasselnden Regen aufs Zeltdach hämmern.

Da die Herzogstadt dieses Jahr das 50te Jubiläumsjahr hat, durfte „Franky“ Wagenhofer das erste offizielle Fass anzapfen. Mit 4 wohl geschwungenen Schlägen verwandelte er schließlich und sicherte uns das Fass welches wir für die anschließende Reinigung vorbereiteten indem wir es leerten. Nicht nur das wir mitten im Bierzelt mit einem 50L Holzfass am Tisch auffällig feierten wurde vom Publikum bejubelt, sondern auch die tänzerischen und musikalischen Darbietungen zu späterer Stunde, die wir stehend auf den Bierbänken aufführten, belustigte den Pöbel ungemein.

 


 

2017 Herzogstadtfest am Bergerhof

Herzogstadtfest 2017
Vom 28.-29. April fand die Eröffnungsfeier zum 50-jährigen Jubiläumsjahr der Herzogstadt am Bergerhofgelände statt, wobei zu sagen ist, dass Communitas die Ersten beim Aufbauen, und die Letzten beim Abbauen waren. Wer am Donnerstag beim Aufbauen dabei war, der konnte sich schon mal an die Temperaturen von knapp 4°C gewöhnen. Doch unter der Devise: immer schön in Bewegung bleiben; war das Lager sehr schnell aufgestellt.


Am Freitagmittag begann die Veranstaltung durch die historische Wanderung von Tittmoning nach Burghausen. Da wir das Wetter an der Weihnachtsfeier immer schlecht geredet hatten, sollten wir es diesmal am eigenen Leib zu spüren bekommen. Der anfängliche Schnee, der dann später in Dauerregen überging konnte jedoch die Gefolgschaft von ca. 25 wackeren Herzogstadtlern nicht daran hindern, die 17,8 km bis zum Ende zu gehen. Zur Halbzeitpause in Unterhadermark konnten wir dann kurz unsere geschundenen Glieder bei einer frisch gegrillten Bratwurstsemmel und einem wärmendem Schnaps ausruhen, bevor es auf die letzte Etappe nach Burghausen ging.

Gleich im Anschluss an die Wanderung versammelten sich die Hartgesottenen im Bergerhof um die Knochen langsam wieder warm und die Kleidung endlich wieder trocken zu bekommen. Der bereits anwesende Rest kümmerte sich derweil um die Einrichtung des Lagers, bis wir zu guter Letzt die Ruhe des Freitagabends genießen konnten, da wir ohnehin allein auf dem Platz waren.

Am Samstagmorgen gab es bei strahlendem Sonnenschein ein Weißwurstfrühstück mit selbst gezapftem Bier, während wir den anderen beim Aufbauen zusahen.
Der Samstag ging, dank der zahlreichen Trainingseinheiten wie Wasserschleppen, "Kampf auf dem Balken", Wandern und gegen eine Armee Armbrustschützen antreten, recht schnell vorbei. Die Krönung des Abends war schließlich der Auftritt von Totus Gaudeo im überdachten Innenhof des Bergerhofs.
Da aber an diesem Abend auch das Nachtschießen angesetzt war, mussten wir danach nochmal ran. Im experimentierfreudigen Zustand galt es den Beweis zu erbringen, dass es möglich ist, einen brennenden Armbrustbolzen auf ein Holzschiff zu schießen und Dieses damit in Brand zu stecken. Leider wurde der Mythos zerstört, da das Boot anscheinend aus mehr Wasser wie Holz bestand.

Der Sonntag belohnte unsere vorangegangenen Strapazen dann zum Abschluss mit warmem sonnigem Wetter und wir konnten in aller Ruhe den Platz für die Waldrappen räumen.


 

2017 Frühjahrsausstellung BSV Schmidhammer

BSV Schmidhammer 2017

Etwas früher als sonst, jedoch nicht weniger motiviert, stellten wir uns am Sonntag der Herausforderung, zwischen Kettensägen und Neuwagen eine Show abzuliefern.



Da der Trainingsbeginn noch nicht so lange her ist und sich jeder noch in der Aufwärmphase befand nutzten, wir die Chance um unser Können auch in der Vorbereitungszeit unter Beweis zu stellen. Mit sieben Kämpfer(-innen) die sowohl Schwertkampf als auch Raufereien darboten, wurden beim strahlendem Sonnenschein die Gemüter der Zuschauer erhellt. Ein Highlight, was vor allem die Nachwuchszuschauer begeisterte, war zweifellos der Augenblick als die zierliche Dea den schweren Tobi auf die Pflastersteine warf.

Zu guter Letzt genossen wir noch ein kühles Bier während wir uns für das Gruppenfoto mit den aktuellen Akkugartengeräten aufstellten. Ein rundum gelungener Auftritt und für uns ein schöner Start in die Saison 2017.

 


 

2017 RoMo Deluxe

Fasching 2017

Der Burghauser Rosenmontagsball oder besser gesagt der „RoMo Deluxe“, welcher von der Herzogstadt Burghausen ausgerichtet wird, ist schon ein fester Bestandteil in unserer Jahresplanung.



Auch dieses Jahr waren wieder über 100 ehrenamtliche Helfer der Herzogstadt ab Freitag damit beschäftigt das Stadtsaalgebäude für dieses große Event vorzubereiten. Am Montagvormittag hieß es dann räumt die Kühlschränke voll, damit unsere vom Tanzen aufgeheizten Gäste genug Abkühlung bekommen.

Für musikalische Unterhaltung wurde von Orange Club, DJ Mike Novani, Shiny Gravity und Radio Downtown gesorgt. Auch die Garden und Showtanzgruppen Calimeros, Highlife, Celebrations und Spotlights waren mit von der Partie und sorgten bei den Gästen für Kurzweil.

Die Kellerbar wurde, wie schon die Jahre zuvor, von Communitas bewirtschaftet, sodass auch wir vielen der 1600 Gäste kalte Erfrischungen anbieten konnten. Außerdem wurde dieses Jahr wieder der kostenlose Heimbringer-Bus eingesetzt, der unsere Gäste sicher nach Hause brachte.

In diesem Sinne, wir freuen uns auf nächstes Jahr! Rosenmontag 12.02.2018


 
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