Chronik

2018 50. Mai-Wies’n-Auszug

2.Lagerleben Purg

„Wer hätte gedacht, dass sich des so lang hält...“ – waren die Worte des Gastredners Gustl Geith, einer der Gründungsväter der diesjährigen Jubiläumswiesn



50 Jahre – So lange gibt es die Maiwiesn nun schon! Man könnte schon sagen alle Jahre des soibe, doch das würde nicht gerecht klingen für dieses gar grandiose Fest. Als die Aufstellung des Festzugs wie gewohnt bei einigen Freibieren stattfand, schaute schon jeder nervös zum Himmel. Doch trotz schlechter Wetterprognose konnten wir auch dieses Jahr den traditionellen Maiwiesn-Auszug wieder trocken absolvieren. Der „verdient“ blaue Himmel war es zwar nicht, aber dafür strahlten die voll eingeschenkte Maß in einem herrlich sonnigen Farbton.

Nach den Grußworten unseres ersten Bürgermeisters Hans Steindl, durfte dieses Jahr Gustl Geith das erste Fass anzapfen. Mit nur drei sehr geübten Schlägen war es dann endlich so weit, und die 50te Maiwiesen konnte beginnen. Auch Gustl Geith fand noch einige taktvolle Worte zu den verstrichenen Jahren.

Communitas Gladii sicherte sich Plätze in den ersten Reihen und konnte dem bunten Treiben fröhlich beiwohnen. Nachdem wir dann unsere im Bierzelt doch etwas überflüssigen Waffen sicher verstaut hatten, konnten wir uns nicht mehr lange zurückhalten. Zur Musik von „Otto Schwarzfischer“ mussten wir einfach auf die Bänke hüpfen, um dort wild uns ausgiebig zu tanzen. Nach einem oder zwei Absackern am Weßbierkarusell endete dann auch dieser Abend leider viel zu früh.

Auch wenn es jedes Jahr das Gleiche ist, so ist es für uns doch immer wieder anders. I gfrei mi scho aufd nächste Wiesn!


 

2018 XXVII. Frühjahrsdrill in Kürnbach

Fruehjahrsdrill in Museumsdorf Kürnbach

Was für ein Event muss das sein, wenn Mensch und Tier aus allen Himmelsrichtungen nach Kürnbach bei Bad Schussenried strömen um sich gegenseitig in der Ausübung ihrer Fähigkeiten üben.




Wie bei jedem Drill bestimmt eine gewisse Routine den Ablauf beim Aufbau der Zelte. Militärisch geplant werden die Zelte nach Himmelsrichtung, Windrichtung und Angriffsfläche zum Feind hin ausgerichtet. Wobei man es jedes Mal schafft, sich im Brennpunkt des Geschehens aufzustellen. Über kurz oder lang wird hier am hell erleuchteten Lager wohl jeder vorbeikommen der des Nachts noch nicht den Soll erfüllt hat, oder dessen Kräfte im Getümmel mit dem Feind noch nicht erschöpft wurden.

Aber zurück zum Ablauf. Nachdem am Freitagabend nun alle Nachzügler das Lager erreicht hatten wurden schnell die Betten aufgestellt um sich anschließend zur gemütlichen Runde an die große Tafel zu gesellen. Wie herrlich ist die Ruhe im Lager. Zwischen Apfelblüten und alten Gebäuden des Museumsdorfes weht ein angenehmer Wind und nur vereinzelnd sind wir auf dem Weg zu unseren Bierreserven im Sitzzelt. Achja das Sitzzelt. Ohne dass man im Vorfeld daran dachte, sollte das Sitzzelt ein zentraler und nicht wegzudenkender Punkt dieses Drills werden aber dazu später mehr.

Mit Einbruch der Dunkelheit hielt dann auch die Gemütlichkeit Einzug in unser Lager. Frisch gestärkt und guter Laune begannen die zahlreichen frisch gebackenen Landsknechte wie erwartend ihre Lieder unter dem Himmels des Sonnensegels zu schmettern. Leider waren da nicht viele historische Lieder dabei, das Liedgut wurde geprägt von den Erfahrungen der Bayern, speziell der Betrunkenen, die da der Donau entlangwanderten usw. Man könnte sagen ein gelungener Abend wenn da nicht immer wieder das Thema mit der „sauren Muich“ auf den Tisch kam. Über deren Entstehung waren wir uns nicht ganz einig….es soll wohl im Kontext mit einem zu früh abgebrochenen Leitspruchs zu tun haben, aber genaues ist nicht überliefert worden. Auch dieses Thema sollte uns den ganzen Drill über beschäftigen.

Am nächsten Morgen ging es dann, geweckt durch den Lockruf des gemeinen Hartwigs, zum Morgenapell. Durch den krankheitsbedingten Ausfall unseres Weibel`s übernimmt der Fähnrich und Gruppenleiter CG das Kommando über unsere schlagkräftige Einheit. Wie gewohnt wird bis Mittag erstmal wieder das Gehen in Formation sowie die Richtungsänderung, vor allem das „Rechts und Links um“ geübt.

Am Samstagnachmittag dürfen die „Neuen“ erstmal zum kurzen Spiesserdrill, so wie es sich für anständige Trabannten gehört. Obwohl der Drill nur etwas über 2h dauert reicht die Zeit aus, um festzustellen das das nicht das ist für was man seine Kampfkraft einsetzen möchte. Wir wollen die Fahne beschützen und das machen wir dann auch bis es zum Abendessen läutet.

Der Abend wird wieder durch die Motivation der gesangsfreudigen Landsknechte unter dem Schutz des Sonnensegels eingeleitet. An dieser Stelle ein kleiner Einwurf zur Erläuterung des Sitzzeltes und dessen Funktion. Das Sitzzelt ist ein 6x3m großes, freistehendes Zelt. Es benötigt ca. 2,5qm Platz im Anhänger und lässt sich, nach zuordnen der verschiedenen Steher in etwas über 1h aufbauen. Es ist optimal für Abende an denen es regnet, stürmt, schneit, oder sonstiges Unwetter hat (die Prognosen für dieses Wochenende waren alles andere). Auf jeden Fall ist es zu klein für so viele Menschen wie sich im Schnitt abends in unserem Lager aufhalten daher lagern wir unsere wenigen Bierreserven darin. Wir sind alle froh, dass es dieses Zelt gibt.

Am Sonntag konnten wir dann sehnlichst unsere erlernten Fähigkeiten im realen Gefecht ausleben. Nicht nur das, wir konnten sogar neue Fähigkeiten lernen als da wären: Häuserkampf, Aufbau und Durchführung eines erfolgreichen Hinterhaltes, Plünderung des Eismoorenstandes und Andere. Die Oberbefehlshaber kamen auf die Idee die Einheiten Fähnleinübergreifend neu aufzuteilen und einen Angriff auf das Museumsdorf zu führen. Mit “übergreifend“ ist auch gemeint, dass die Reiterei mit eingebunden wurde die als Boten oder Angriffseinheiten intervenierten. Ein sehr gelungener Sonntagnachmittag.

Zu guter Letzt boten die Fähnlein auf der Besucherwiese die finale Schlacht, die von einem unserer Teilnehmer akustisch kommentiert wurde. Wer genau hinhörte, der konnte aus den Gefechtsständen der stationären Artillerie ein leises „saure Muich“ vernehmen, auf das leider keiner antwortete, unsere Kreation hatte Früchte getragen. Nur allein das stehende Sitzzelt bar jeder Beachtung.

 


 

2018 2. Lagerleben Purg

2.Lagerleben Purg

Lagerleben zu Purgstall Der Auftakt für die weitreichenden Reisen der Communitas Gladii führte unsere Truppe im Jahre 2018 in bereits vertraute Gefilde.




Zu Purgstall an der Erlauf, jener niederösterreichischen Idylle, die die Communitas Gladii bereits mehrfach bereiste, fand unter den Bäumen des Schlosspark‘s ein Heerlager statt, wie es familiärer kaum sein könnte.

Ankunft und Lagerbau verliefen gewohnt routiniert durch das Zusammenspiel vieler fleissiger Hände, ehe man sich das erste kühle Bier reichen ließ! Herzlich verlief auch die Begrüßung der anwesenden Lagergruppen sowie des Orga-Teams, das unser Lager in den Abendstunden gerne auf den einen oder anderen Trunk beehrten. Selbst für ein musikalisches Geburtstagsständchen für einen der Veranstalter bot Lage als auch Atmosphäre unseres Lagers den passenden Rahmen, so dass bis in die frühen Morgenstunden gezecht wurde.

Andere Besucher unseres Lagers jedoch, die lediglich den Reichtum Ihres Herrn zu beklagen hatten, fielen den trinkfesten Landsknechten zum Spotte und wurden mit Schimpf und Schande zum Teufel gejagt. Samstag war für vier tapfere Landsknecht unter der Führung ihres Hauptmanns Wachdienst angeordnet, der trotz sommerlicher Temperaturen mitunter für Übungskämpfe genutzt wurde. Auch hier wurde die Wachmannschaft bestens mit kühlen Tränken versorgt.

Anstelle des nicht mitgereisten Lagerkochs verwöhnte der Drillweybel seine Truppe mit leckerem Eintopf. Gestärkt mit reichlich Frühstück ging es am Sonntag dann nach etwas Kurzweil, Spiel und Spass langsam ans Abbauen und um 15.00 Uhr traten wir die Heimreise an.

 


 

2018 RoMo Deluxe

Fasching 2018

Wie jedes Jahr startete die fleissige Kellerbarbesetzung der Communitas Gladii mit den Vorbereitungen zum „RoMo Deluxe“, dem traditionell von der Herzogstadt Burghausen ausgerichteten Faschingsball.



Hierzu fanden sich im Vorfeld wieder zahlreiche helfende Hände ein, um auch heuer wieder für eine rauschende Ballnacht zu sorgen.

Am Montagabend war es dann soweit und das feierwütige Faschingsvölkchen begehrte Einlass. Während sich langsam die Hallen des närrischen Treibens füllten, stand die Crew der Kellerbar mitsamt ihrer Aussenbarbesatzung bereits in den Startlöchern, um die Kehlen der Narren stets geschmiert zu halten. Die Crew fand neben der durchgängigen Versorgung der durstigen Feierbiester auch die Gelegenheit für das ein oder andere spontane Tänzchen.

Für den Ohrenschmaus sorgten in altbekannter Manier DJ Mike Novani, Shiny Gravity und Radio Downtown, für‘s Auge die zahlreichen Garden und Showtanztruppen. Für die Sicherheit stand auch dieses Jahr wieder das bewährte Security-Team zur Verfügung und sogar der kostenlose Shuttledienst brachte die Gäste nach einer rauschenden Ballnacht sicher nach Hause.

RoMo Deluxe - mehr als nur ein Faschingsball!

 


 
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